Was sind Nematoden?
Nematoden, auch Fadenwürmer genannt, sind mikroskopisch kleine Organismen, die im Boden leben. Während einige Arten Pflanzen schädigen, indem sie Wurzeln befallen, unterstützen andere als natürliche Schädlingsbekämpfer. Für Cannabis-Grower ist es entscheidend, zwischen nützlichen und schädlichen Nematoden zu unterscheiden.

Schädliche Nematoden – Eine Gefahr für Cannabis?
Bestimmte Nematoden-Arten wie Meloidogyne (Wurzelgallennematoden) oder Pratylenchus (Wurzelläsionsnematoden) können Cannabis-Pflanzen stark schädigen. Sie dringen in die Wurzeln ein, behindern die Nährstoffaufnahme und führen zu:
- Verkümmertem Wachstum
- Gelben Blättern
- Erhöhter Anfälligkeit für Pilze
Nützliche Nematoden – Biologische Schädlingsbekämpfer
Im Gegensatz dazu sind räuberische Nematoden wie Steinernema und Heterorhabditis wertvolle Verbündete. Sie parasitieren Schädlinge wie Trauermückenlarven oder Thripse und reduzieren so den Bedarf an chemischen Pestiziden.
Wie erkennt man einen Nematoden-Befall?
Typische Anzeichen sind:
- Wurzelverformungen (Knötchenbildung)
- Welke trotz ausreichender Bewässerung
- Schlechte Nährstoffaufnahme
Eine Laboranalyse des Bodens gibt definitive Gewissheit.
Nematoden bekämpfen & vorbeugen
Biologische Methoden
- Nützlinge einsetzen: Bacillus thuringiensis oder räuberische Nematoden
- Pflanzenrotation: Anbau nicht-wirtlicher Pflanzen wie Tagetes
- Gesunder Boden: Kompost und Mykorrhiza stärken die Abwehrkräfte
Chemische & physikalische Maßnahmen
- Dampfsterilisation: Abtöten durch Hitze (nur im geschlossenen System)
- Nematizide: Gezielte Anwendung, aber Vorsicht vor Umweltbelastung
Fazit: Nematoden-Management entscheidet über den Ernteerfolg
Nicht alle Nematoden sind schädlich – ein ausgewogenes Bodenökosystem ist der Schlüssel. Durch regelmäßige Kontrollen und nachhaltige Bekämpfungsmethoden können Grower Schäden vermeiden und gleichzeitig nützliche Arten fördern.