Primäre Nährstoffe für Cannabis richtig dosieren: Stickstoff (N) für Wachstum (Mangel: gelbe Blätter, Überschuss: verbrannte Spitzen), Phosphor (P) für Blüten (Mangel: violette Verfärbung), Kalium (K) für Immunsystem (Mangel: braune Flecken). Optimale NPK-Verhältnisse: Wachstum 3-1-2, Blüte 1-3-2.

Cannabis düngen und Pflanzengesundheit: Der Überblick

Ratgeber-Übersicht: Düngen & Pflanzengesundheit · alle 21 Beiträge

Kurz gesagt: Gesunde Pflanzen brauchen die richtigen Nährstoffe zur richtigen Zeit, einen passenden pH-Wert, lebendigen Boden und regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge. In der Wachstumsphase steht Stickstoff im Vordergrund, in der Blüte Phosphor und Kalium. Die meisten Probleme lassen sich früh an den Blättern erkennen.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert über den Anbau im Rahmen der in Deutschland geltenden Gesetze.

Die Grundlagen: Was Pflanzen brauchen

Die Hauptnährstoffe werden mit NPK abgekürzt: Stickstoff (N) für Blätter und Triebe, Phosphor (P) für Wurzeln und Blütenbildung, Kalium (K) für Stoffwechsel, Wasserhaushalt und Blütenqualität. Dazu kommen Sekundärnährstoffe wie Calcium, Magnesium und Schwefel sowie Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink.

PhaseSchwerpunktWorauf achten
Keimling und Stecklingkaum DüngerErde enthält meist genug, Überdüngung vermeiden
WachstumsphaseStickstoffkräftiges Grün, schneller Zuwachs
Frühe BlüteStickstoff runter, Phosphor und Kalium raufStretch und Blütenansatz
Späte BlütePhosphor und KaliumBlütenreife, gegen Ende weniger düngen

Wie du Dünger konkret dosierst und welche Fehler häufig passieren, steht im Beitrag Cannabis Nährstoffe richtig dosieren.

pH-Wert und EC: die unterschätzten Stellschrauben

Ein falscher pH-Wert blockiert die Nährstoffaufnahme, auch wenn genug im Boden ist. Als Richtwert gelten in Erde etwa 6,0 bis 7,0, in Kokos und Hydrokultur etwa 5,5 bis 6,5. Der EC-Wert zeigt, wie viele Nährsalze in deiner Lösung stecken. Wer beides regelmäßig misst, erkennt Probleme, bevor sie an den Blättern sichtbar werden.

Organisch düngen und Bodenleben fördern

Ein lebendiger Boden versorgt die Pflanze gleichmäßiger und puffert Fehler ab. Nützliche Pilze und Bakterien vergrößern die Wurzeloberfläche und schließen Nährstoffe auf. Mehr dazu in Trichoderma für Cannabis und Kohlenstoff in Wurzelfütterungen.

Beliebte Hausmittel und Naturdünger haben wir einzeln unter die Lupe genommen, mit Vor- und Nachteilen:

Richtig gießen

Zu viel Wasser ist einer der häufigsten Anfängerfehler: Die Wurzeln bekommen keinen Sauerstoff, Wurzelfäule droht. Gieße erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist und der Topf spürbar leichter wird. Alles dazu in Cannabis richtig gießen und Bewässerung für vitale Wurzeln. Für die Urlaubszeit: Pflanzen richtig gießen im Urlaub.

Mangelerscheinungen erkennen

NährstoffTypisches AnzeichenWo zuerst
Stickstoffgleichmäßige Gelbfärbungältere, untere Blätter
Phosphordunkle, bläulich-violette Blätter, rötliche Stieleältere Blätter
Kaliumbraune, verbrannte Blattränderältere Blätter
MagnesiumGelbfärbung zwischen grünen Blattadernältere Blätter
Calciumbraune Flecken, verkrüppelter Neuaustriebjunge Blätter

Ein ausführliches Beispiel mit Lösung findest du in Phosphormangel erkennen und beheben. Bevor du nachdüngst, prüfe immer zuerst den pH-Wert.

Schädlinge und Krankheiten

Kontrolliere die Blattunterseiten regelmäßig mit einer Lupe. Je früher du Schädlinge oder Pilzbefall bemerkst, desto sanfter kannst du reagieren.

Unsere organischen Dünger

Für die Grundversorgung bieten wir drei Produkte für den ökologischen Anbau an: Pflanzen Power, einen veganen Flüssigdünger mit NPK 4-0-6,5 für die Wachstumsphase, den Blüten Booster mit NPK 2-5-8 für die Blüte und den Mykorrhiza Wurzelbooster mit Trichoderma und nützlichen Bakterien für ein starkes Wurzelwerk.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich düngen?

Das hängt vom Substrat ab. In vorgedüngter Erde reicht in den ersten Wochen oft gar kein Dünger. Danach wird meist bei jedem zweiten oder bei jedem Gießen in reduzierter Dosis gedüngt. Beobachte die Blattspitzen: Werden sie braun, ist es zu viel.

Organisch oder mineralisch düngen?

Mineralische Dünger wirken schneller und lassen sich genau dosieren. Organische Dünger fördern das Bodenleben und verzeihen Fehler eher. Viele Grower kombinieren beides oder setzen in Erde ganz auf organische Dünger.

Woran erkenne ich Überdüngung?

Typisch sind braune, verbrannte Blattspitzen, sehr dunkle Blätter und Blätter, die sich nach unten krallen. Dann mit klarem, pH-korrigiertem Wasser spülen und die Dosis reduzieren.

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